
Zukunftsschmiede Gevelsberg e. V.
Verein der Lokalen Agenda 21
Jahreshauptversammlung am 28. März 2007
Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden
Liebe Freundinnen und Freunde der Agenda!
Seit 1999 - zwei Jahre nach Kyoto - gibt es den Verein der Lokalen Agenda 21, die
Zukunftsschmiede Gevelsberg e. V.
Heute, zehn Jahre nach Kyoto begreifen - viel zu spät - viele Politiker, wie notwendig die
damalige Vereinbarung war, um unsere Erde vor dem totalen Chaos und Kollaps zu retten.
Die vielen Vereine der Lokalen Agenda 21 in aller Welt haben das offenbar schon früher
begriffen und sich vielfältig Gehör verschafft.
Endlich hat zu Beginn diesen Jahres (am 2. Februar 2007) auch die UNO begriffen, dass
die Klimaveränderung bereits begonnen hat und von Menschen gemacht ist. Am 22. Februar
wurde uns von der UNO bescheinigt, dass die Menschheit gerade noch 13 Jahre Zeit hat,
durch radikale Reduzierung des CO2-Ausstoßes die Klimakatastrophe abzumildern.
Sicher haben auch Filme wie „Die unbequeme Wahrheit“ von Al Gore oder Bücher
wie „Wir Klimakiller“ von dem Australier Tim Flannery dazu beigetragen.
Ich bin der Meinung, dass auch in Gevelsberg der Verein der lokalen Agenda in den acht
Jahres seines Bestehens ordentliche Arbeit geleistet hat im Sinne einer nachhaltig
umweltfreundlichen, wirtschaftlichen und gerechten Entwicklung.
Wenn wir die Zukunftsschmiede noch nicht hätten, müssten wir sie m. E. heute gründen.
Werfen wir einen Blick zurück auf die Aktivitäten des Vereins seit der letzten
Jahreshauptversammlung am 28. September 2005.
Am 11. Dezember 2005 fand unser traditioneller Agenda-Weihnachtsmarkt bei Bauer Jacobi
statt, der auch im vergangenen Jahr am 17. Dezember 2006 seine Fortsetzung fand.
Besonderes Verdienst haben sich dafür Andreas Bornemann und Ulli Hagenkötter erworben.
Vielen Dank!
Auch die beliebte Pflanzentausch-& Plauschbörse am 2. April 2006 hatte wieder regen Zulauf
und wird auch in diesem Jahr am 22. April 2007 fortgesetzt werden. Hier haben sich Marlene
Reick und Paul-Gerhard Wolf maßgeblich eingebracht. Auch ihnen meinen herzlichen Dank!
Mit der Überschrift „Radverkehr hat festen Platz in der Zukunftsschmiede“ machte die örtliche
Presse am 18. März 2006 ein neues Forum der Zukunftsschmiede in der Öffentlichkeit bekannt.
Georg Schäfer gründete mit Gleichgesinnten das Fachforum Radverkehr, das auch gleich mit
einer Drei-Städte-Rundfahrt am 26. August 2006, an dem über 80 Radfahrer teilnahmen, starke
Aufmerksamkeit gewann. Einzelheiten über das Fachforum und seine Aktivitäten werden wir
sicher auf dem Hauptforum am 23. Mai 2007 im Ratssaal von Herrn Schäfer hören.
Ihm an dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank!
Am 1. Mai fand der 1. Agenda-Wandertag des Jahres 2006 statt - auch er gehört inzwischen
zur lieb gewordenen Tradition des Vereins. Im selben Jahr folgten noch zwei weitere
Agenda-Wanderungen: am 13. August und am 19. November. Alle Wanderungen wurden von
Paul-Gerhard Wolf und seinen Helfern gründlich vorbereitet und mit viel Engagement
durchgeführt. Ich möchte ihm dafür ganz herzlich danken.
Das Hauptforum im Jahr 2006 tagte am 17. Mail im Ratssaal der Stadt Gevelsberg. Der
Schwerpunkt lag auf Informationen zum Ennepe-Bogen. Nach einer ausführlichen Präsentation
durch Herrn Rützenhoff und Frau Hieber von der Stadtverwaltung hatten die Teilnehmer die
Möglichkeit die einzelnen Punkte zu diskutieren, ihre Vorstellungen einzubringen und
entsprechende Anträge zu stellen. Und diese Gelegenheit wurde auch genutzt.
Im August lud die Zukunftsschmiede die Öffentlichkeit zu dem bemerkenswerten Film
„We feed the World“ ins „filmriss-Kino“ ein. Der Film beschäftigt sich mit der
Überfluss-
gesellschaft und stellt diese dem Hunger und dem Elend in anderen Ländern gegenüber.
Am 15. September 2006 beschloss der Vorstand, den seit 1977 bestehenden T&T-Markt am
Rathaus wieder aufleben zu lassen. Nach intensiven Verhandlungen mit der Stadt konnte der
1. Agenda-T&T-Markt - an dem immer alle teilnehmen können - am 21. Oktober 2006 bei leider
nicht gerade freundlichen Wetterverhältnissen durchgeführt werden. Das positive Echo
veranlasste am 17. März 2007 (leider auch verregnet) und am 15. September 2007. Es wird
keine Standgebühr erhoben, jedoch wird erwartet, dass etwa 10% der Einnahmen für die
Arbeit der Lokalen Agenda 21 gespendet werden. Das klappt zwar nicht in allen Fällen
reibungslos, ist aber eine Möglichkeit, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
Zu erwähnen sind auch die Partnerschaftstreffen in Vendôme und Szprotawa, an den Vertreter
der Zukunftsschmiede teilgenommen haben und erste Kontakte mit entsprechenden
Gruppierungen in den beiden Partnerstädten knüpfen konnten.
Ich hoffe, dass ich keine wesentlichen Punkte vergessen habe. Falls doch, bitte ich um
Ergänzungen.
Allen, die sich im Berichtszeitraum für die Lokale Agenda 21 eingesetzt haben - und es waren
nicht wenige - möchte ich von ganzem Herzen meinen Dank aussprechen und darum bitte,
nicht nachzulassen und die Ziele der Agenda auch weiterhin aggressiv zu vertreten.
Auch wenn jeder Einzelne nur einen kleinen Beitrag leisten kann, so wird er als Vorbild ,
andere dazu bewegen ebenfalls aktiv zu werden im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung.