
Wanderung am 23. Septemberg 2007

Von Borris Kißler
Nicht nur über Gevelsberger Gebiet führte die Herbstwanderung der Zukunftsschmiede:
Die Aqueldruft in Silschede war „Wendepunkt“ für die etwa 25 Wanderer, die nach einem
gemeinsamen Frühstück in der Hünninghauser Bauernstube von Hiddinghausen aus
gestartet waren. Einige historische Fakten über den zu nehmenden Weg hatte Karin Hockamp,
Archivarin der Stadt Sprockhövel, zusammengestellt.
Dazu gehörte ein kurzer Abriss über die Industriegeschichte der Nachbarstadt und die
Bedeutung der 1889 eröffneten Bahnstrecke Schee – Silschede. Diese Trasse (1989 wurde
der Bahnverkehr endgültig eingestellt) brachte den anliegenden Betrieben und Zechen einen
bedeutenden Aufschwung.
Heute ist der einstige Schienenstrang durch den vom Kommunalverband Ruhr (KVR)
gebauten Rad- und Wanderweg ersetzt. In Verbindung mit Kaninchenweg und
Brunsberger Bachtal hatte Renate Teunißen damit auf historischem Boden eine sehr
reizvolle Strecke für die Agenda-Wanderung ausgewählt.
Dass die Jahreszeit schon weit fortgeschritten ist, bemerkten die Teilnehmer nur
an den Kormoranen, die hoch am Himmel ihren Weg in die südlichen Winterquartiere
antraten: Denn die strahlende Herbstsonne trug ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung
bei, die im nächsten Jahr eventuell mit einem deutlichen Schwerpunkt „Industrie-
und Bergwerksgeschichte“ ausgebaut werden wird. Einen Wunsch äußerten die
Wanderer auch: Eine Anbindung der Wegstrecke nach Silschede.
Dieser Weiterbau, als Forderung schon lange von der Gevelsberger Politik erhoben,
ist vom KVR zugesagt.