Lokale Agenda 21


Fachforum Stadtentwicklung und Verkehr

Ideen für die Mittelstraße


Wäre es nicht schön in aller Ruhe in angenehmer Atmosphäre über die Mittelstraße flanieren zu können und in einem Café oder einem Biergarten zu verweilen. Sie glauben, das wäre eine Illusion? Dieser Wunsch ist realer als Sie vielleicht denken. Wenn die Südumgehung in ein paar Jahren fertig ist, könnten wir dieser Vorstellung sehr nahe kommen.

Die Mittelstraße kann dann zwar nicht zur Fußgängerzone werden, aber die Verringerung des Verkehrs macht es möglich, die Fläche für den Autoverkehr etwas zu reduzieren, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge durch bauliche Maßnahmen herabzusetzen und die gewonnene Fläche den Gehwegen bzw. den Flächen für die Fußgänger zuzuschlagen.

Heute sind die Gehwege zumindest in Teilbereichen sehr eng, deshalb ist die Aufenthaltsqualität in Teilbereichen recht eingeschränkt. Die Geschäfte können ihre Auslagen nicht in optimalem Maße präsentieren ohne die Gehwege in ihrer begehbaren Breite noch weiter einzuschränken. Selbst beim besten Willen ist eine Gastronomie unter freiem Himmel auch bei bestem Wetter nicht möglich. Nur Café Koop stellt hin und wieder wenige kleine Tische auf.

Es gibt auch kaum öffentliche Sitzgelegenheiten. Bei breiteren Gehwegen ließen sich mehr Bänke aufstellen, auf denen sich dann auch ältere Bürger nach dem Einkauf etwas entspannen können.

Gevelsberg muß den Ruf als die Einkaufsstadt des Südkreises wiedergewinnen. Es muß ein Gegengewicht, wenn auch nicht gleich-gewichtig, zur künstlichen Einkaufsmeile auf der grünen Wiese geschaffen werden. Solche Einkaufsparks haben keinen Flair. Einer gewachsenen Innen-Stadt können solche Einrichtungen nicht das Wasser reichen. Das Angebot ist dagegen reichhaltiger, was man zur Qualität der Beratung dagegen nicht immer sagen kann.

Diese genannten Stärken gilt es herauszustellen und auszubauen. Darum sind wir, das Fachforum Stadtentwicklung und Verkehr der Lokalen Agenda Gevelsberg, der Meinung, daß die Mittelstraße nach der Fertigstellung der Südumgehung umgestaltet werden muß. Es muß ein angenehmes Umfeld geschaffen werden. Damit dieses möglichst sehr bald nach Eröffnung des Tunnels umgesetzt werden kann, ist es wichtig bereits jetzt mit der Planung zu beginnen.

Leider wird häufig an den Bürgern vorbeigeplant. Wenn alles fertig ist, wundern sich viele über die Baumaßnahme. Die Mittelstraße ist das Wohnzimmer von uns Gevelsbergern. Deshalb, so finden wir, sollten sich alle in die Planung einmischen. Aus diesem Grunde haben wir eine Planung entworfen.

Es geht uns dabei weniger um jedes kleine Detail, schließlich sind wir keine Stadtplaner, aber wir möchten eine Idee vorstellen. Wie finden Sie den kleinen Brunnen nahe der Brunnenstraße, der an eine alte Wasserstelle erinnern soll, an der sich die Anwohner früher ihr Wasser holen mußten? (Zum Bild 1) Da wir die Planung auf eine breite Basis stellen möchten, sprechen wir mit vielen Bürgern, Institutionen und mit Ihnen.

Ein Diskussionspunkt ist beispielsweise der parkende Autoverkehr. Auf der einen Seite wollen allem Anschein nach möglichst viele nahe an das zu besuchende Geschäft heranfahren. Diesen Wunsch wird man, selbst bei maximal möglicher Parkplatzzahl links und rechts der Straße nicht erfüllen können. Außerdem stehen viele Parkplätze aufgrund des Flächenbedarfs dem Wunsch nach breiten Gehwegen entgegen. Beides gleichzeitig ist nicht umsetzbar. Deshalb haben wir uns bei unserem Vorschlag für einen Kompromiß entschieden. Die Anzahl der Parkplätze entspricht in etwa dem jetzigen Zustand. Durch schräges Parken (Zum Bild 2), der Verringerung der Fahrbahnbreite und einen Verzicht auf Linksabbiegespuren, was bei dem zu erwartenden Verkehr von ca. 8000 PKW/24 Stunden (vor allem im unteren Bereich der Mittelstraße), möglich sein dürfte, gewinnen wir den notwendigen Platz zur Fahrbahnverschwenkung. An den Stellen, an denen z.B. Außengastronomie denkbar wäre schafft man so den notwendigen Platz. (Zum Bild 3) Vor dem sog. Bürgerzentrum, der VHS, entsteht so ein größerer Platz auf dem z.B. auch Spielgeräte für Kinder aufgestellt werden könnten. (Zum Bild 4)

Sagen Sie uns Ihre Meinung, die uns sehr wichtig ist. Sie können uns Ihre Wünsche, Vorstellungen und Ideen per Email mitteilen. Jede noch so kleine Idee ist hilfreich. Wir werden schließlich die gesammelten Ideen der Stadtverwaltung vorstellen und darauf achten, daß möglichst viele in die Planung einfließen.

Nur Mut, wir brauchen gerade Ihre, ja Ihre Idee.

Sie können uns aber auch anrufen oder eine Email senden:

Achim Oldenbüttel:
Tel. 3217 oder 0170 5529193 oder A.Oldenbuettel@online.de